5000 mAh vs. 10000 mAh vs. 20000 mAh Powerbanks: Welche Kapazität brauchst du wirklich?
Vielleicht hast du schon einmal eine Powerbank gekauft, die mit „5 vollständigen Ladungen“ geworben hat, aber kaum zwei geschafft hat. Oder du hast einen klobigen Ladeziegel mitgeschleppt, obwohl ein schlankes Modell völlig gereicht hätte. Die mAh-Zahl auf der Verpackung erzählt einen Teil der Geschichte – aber längst nicht alles.
So durchschaust du das Marketing und findest die Kapazität, die wirklich zu deiner Smartphone-Nutzung passt.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die angegebene mAh-Kapazität einer Powerbank wird bei 3,7 V gemessen, sodass im Alltag durch Spannungsumwandlung und Effizienzverluste nur etwa 55–70 % als nutzbare Energie zur Verfügung stehen.
- Eine 10.000-mAh-Powerbank liefert realistisch etwa 1,5–2 vollständige Smartphone-Ladungen und stellt für die meisten Nutzer den besten Kompromiss aus Kapazität, Gewicht und Mobilität dar.
- 5.000-mAh-Powerbanks eignen sich hauptsächlich als leichtes Notfall-Backup, reichen jedoch nicht für einen ganzen Tag intensiver Nutzung oder für größere Geräte aus.
- 20.000-mAh-Powerbanks bieten genug Energie für mehrere Tage oder mehrere Geräte, sind dafür aber deutlich schwerer und für den täglichen Transport meist überdimensioniert.
- Für Flugreisen sind handelsübliche Powerbanks mit 5.000, 10.000 oder 20.000 mAh problemlos erlaubt, da sie mit unter 100 Wh klar innerhalb der internationalen Handgepäckgrenzen liegen.

Infografik von UGREEN. Bitte bei Verwendung die Quelle nennen und auf den Originalartikel verlinken. Originalartikel: https://de.ugreen.com/blogs/power-bank/5000-mah-vs-10000-mah-vs-20000-mah-powerbank
Was bedeutet mAh eigentlich?
mAh (Milliamperestunden) gibt an, wie viel Energie ein Akku speichern kann. Höhere Zahl = mehr gespeicherte Energie. So weit, so einfach.
Was viele jedoch nicht wissen: Die angegebene Kapazität wird bei der internen Batteriespannung (3,7 V) gemessen – nicht bei der USB-Ausgangsspannung (5 V). Wenn die Powerbank die gespeicherte Energie umwandelt, um dein Smartphone zu laden, geht ein Teil durch Spannungsumwandlung und Effizienzverluste verloren.
Die Realität:
- Eine 10.000-mAh-Powerbank liefert etwa 6.000–7.000 mAh nutzbare Energie
- Eine 20.000-mAh-Powerbank liefert etwa 12.000–14.000 mAh
Rechne im Alltag mit etwa 55–70 % der beworbenen Kapazität, abhängig von Umwandlungseffizienz und interner Elektronik.
Deshalb lädt eine „10.000-mAh-Powerbank dein 4.000-mAh-Smartphone nicht wie erwartet dreimal vollständig. Das ist kein Betrug – das ist Physik. Hochwertige Powerbanks mit effizienter Elektronik kommen näher an 70 %, günstige Modelle liegen oft eher bei 60 %.
Hier eine übersichtliche Vergleichstabelle:
| Merkmal | 5.000 mAh | 10.000 mAh | 20.000 mAh |
|---|---|---|---|
| Nutzbare Kapazität | ~3.000–3.500 mAh | ~6.000–7.000 mAh | ~12.000–14.000 mAh |
| iPhone-16-Ladungen | ~1 | ~1,5–2 | ~3–4 |
| Galaxy-S24-Ladungen | ~0,75–1 | ~1,5 | ~3 |
| Typisches Gewicht | 100–150 g | 180–300 g | 350–500 g |
| Passt in die Tasche? | Ja | Meistens | Nein |
| Am besten geeignet für | Notfall-Backup | Täglicher Gebrauch | Reisen / mehrere Tage |
| Typischer Preis | 15–25 € | 20–40 € | 35–60 € |
Schätzwerte, abhängig von Akkugröße des Geräts, Ladeeffizienz und Ausgangsleistung der Powerbank.
Wann sind 5.000-mAh-Powerbanks die beste Wahl?
Am besten geeignet für: Wenignutzer, kurze Abende unterwegs, „Bring-mich-nach-Hause“-Situationen
Eine 5.000-mAh-Powerbank liefert etwa eine vollständige Smartphone-Ladung – bei größeren Modellen wie dem Galaxy S24 Ultra (5.000 mAh) oder dem iPhone 16 Pro Max (4.685 mAh) manchmal etwas weniger.
Was du bekommst:
- Kompaktes Taschenformat, oft kaum dicker als eine Kreditkarte
- Sehr leicht (~100–150 g)
- Schnell wieder aufgeladen
Ideale Einsatzszenarien:
- Abendveranstaltungen, bei denen du keine Tasche mitnehmen willst
- Notfall-Backup im Handschuhfach des Autos
- Kurzes Aufladen von kabellosen Earbuds oder einer Smartwatch
- Kindergeräte (reicht für ein Nachladen, nicht für Dauerbetrieb)
Einschränkungen:
- Reicht nicht für einen ganzen Tag intensiver Nutzung
- Nicht geeignet für Tablets oder Laptops
- Bei täglicher Nutzung häufiges Nachladen nötig
Wer diese Größe eher meiden sollte: Alle, deren Smartphone regelmäßig leer ist, bevor sie nach Hause kommen, Vielreisende oder Nutzer mit mehreren Geräten.
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Wann sind 10.000-mAh-Powerbanks die beste Wahl?
Am besten geeignet für: Die meisten Menschen, Pendler, moderate Nutzer
Die Kapazität von 10.000 mAh ist aus gutem Grund zum Standard geworden. Mit etwa 6.000–7.000 mAh nutzbarer Energie sind 1,5–2 vollständige Smartphone-Ladungen möglich – echte Sicherheit für einen ganzen Tag, ohne das Volumen größerer Modelle.
Was du bekommst:
- Noch gut transportabel (passt in Jackentasche oder kleine Tasche)
- Gewicht meist zwischen 180 und 300 g
- Oft das beste Verhältnis aus Preis, Kapazität und Mobilität
Ideale Einsatzszenarien:
- Lange Arbeitstage ohne Steckdose
- Tagesausflüge und Sightseeing
- Pendler mit langen Fahrzeiten
- Gleichzeitiges Laden von Smartphone und Earbuds/Watch
- Geschäftsreisen von kurzer Dauer
Warum dies für die meisten der „Sweet Spot“ ist: Wenn du deine erste Powerbank kaufst oder eine alte ersetzt, liegst du mit dieser Größe meist richtig. Sie deckt die meisten Alltagssituationen ab, ohne deine Tasche zu beschweren oder unnötig teuer zu sein.
Einschränkungen:
- Nicht ausreichend für mehrtägige Reisen ohne Nachladen der Powerbank
- Tablets oder Laptops lassen sich damit kaum sinnvoll laden
- Sehr intensive Nutzer können an extrem langen Tagen dennoch an Grenzen stoßen
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Wann sind 20.000-mAh-Powerbanks die beste Wahl?
Am besten geeignet für: Vielreisende, Power-User, Haushalte mit mehreren Geräten
Wenn deine Pläne über einen einzigen Tag hinausgehen, steigt dein Energiebedarf deutlich. Eine 20.000-mAh-Powerbank liefert etwa 12.000–14.000 mAh nutzbare Energie – genug für 3–4 vollständige Smartphone-Ladungen.
Was du bekommst:
- Teilweises Laden von Tablets und manchen Laptops möglich (mit USB-C PD)
- Ausreichend Kapazität, um Strom mit Mitreisenden zu teilen
- Typisch 350–500 g (Rucksack-, nicht Hosentaschengewicht)
Ideale Einsatzszenarien:
- Mehrtagestouren und Wochenendausflüg
- Langstreckenflüge und lange Aufenthalte am Flughafen
- Camping und Outdoor-Abenteuer ohne Steckdose
- Laden mehrerer Geräte (Smartphone + Tablet + Earbuds)
- Content-Creator und Fotografen unterwegs
- Familienreisen mit mehreren Smartphones
Wichtiger Hinweis zu Laptops: Eine 20.000-mAh-Powerbank mit USB-C Power Delivery (45–65 W Ausgangsleistung) kann einige Ultrabooks und leichte Laptops teilweise laden oder deren Laufzeit verlängern. Ein MacBook Pro 16" wird sie nicht vollständig laden, aber die Arbeitszeit spürbar verlängern. Prüfe vorab den Leistungsbedarf deines Laptops.
Einschränkungen:
- Zu schwer und sperrig für den täglichen Transport in der Tasche
- Längere Ladezeit der Powerbank selbst (6–10 Stunden Standard, schneller mit Schnelllade-Eingang)
- Für den lockeren Alltagsgebrauch meist überdimensioniert
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Gibt es bei Powerbanks Beschränkungen im Flugverkehr?
Gute Nachrichten: Alle drei Größen sind flugtauglich.
Die Vorschriften von TSA, FAA und IATA sind einheitlich:
- Powerbanks müssen ins Handgepäck (niemals ins Aufgabegepäck)
- Unter 100 Wh: Ohne Genehmigung erlaubt
- 100–160 Wh: Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich, maximal 2 pro Passagier
- Über 160 Wh: Auf Passagierflügen verboten
So berechnest du Wattstunden: Wh = mAh × 3,7 V ÷ 1.000
- 5.000 mAh × 3,7 V = 18,5 Wh ✓
- 10.000 mAh × 3,7 V = 37 Wh ✓
- 20.000 mAh × 3,7 V = 74 Wh ✓
- 27.000 mAh × 3,7 V = 99,9 Wh ✓ (knapp unter der Grenze)
In der Regel braucht es eine Powerbank mit über 27.000 mAh, um überhaupt in die Nähe der 100-Wh-Grenze zu kommen. In der Praxis orientieren sich Fluggesellschaften bei Kontrollen an der aufgedruckten Wattstundenangabe (Wh). Standardmäßige 5.000-, 10.000- und 20.000-mAh-Powerbanks liegen klar innerhalb der erlaubten Grenzen – kein zusätzlicher Papierkram nötig.
Wie wählst du die beste Powerbank für deine Bedürfnisse?
Wähle 5.000 mAh, wenn:
- du dein Smartphone selten komplett leer nutzt
- maximale Portabilität für dich oberste Priorität hat
- du nur eine Notfallreserve möchtest
- dein Budget begrenzt ist
Wähle 10.000 mAh, wenn:
- du den ganzen Tag über sorgenfrei sein willst
- du täglich pendelst oder im Büro arbeitest
- du ein Smartphone plus kleines Zubehör lädst
- du das beste Verhältnis aus Größe, Kapazität und Preis suchst
Wähle 20.000 mAh, wenn:
- du häufig reist oder mehrtägige Trips machst
- du lange Zeit ohne Steckdose unterwegs bist
- du mehrere Geräte lädst oder Strom teilst
- du gelegentlich ein Tablet oder einen Laptop nachladen willst
- das Gewicht im Rucksack für dich keine große Rolle spielt
Weitere wichtige Faktoren
- Auch die Ausgangsleistung ist entscheidend. Die Kapazität sagt dir, wie viel Energie gespeichert ist. Die Ausgangsleistung in Watt (W) bestimmt, wie schnell diese Energie abgegeben wird. Eine 20.000-mAh-Powerbank mit nur 10 W lädt dein Smartphone langsam. Ein Modell mit 22,5 W oder mehr ermöglicht schnelles Laden.
- Anzahl der Anschlüsse: Wenn du mehrere Geräte lädst, achte auf 2–3 Ausgänge. Einige Powerbanks unterstützen auch Pass-Through-Charging, sodass Geräte geladen werden können, während die Powerbank selbst aufgeladen wird.
- Ladezeit der Powerbank: Größere Kapazität bedeutet längere Ladezeit. Eine 20.000-mAh-Powerbank benötigt über einen Standard-USB-Anschluss oft 8–10 Stunden für eine vollständige Ladung. Modelle mit schnellem Eingang (18 W+ über USB-C) verkürzen das deutlich – manche erreichen 50 % in unter einer Stunde.
FAQs
Wie oft lädt eine 10.000-mAh-Powerbank mein Smartphone?
Rechne bei den meisten modernen Smartphones (iPhone 16, Galaxy S24, Pixel 9) mit etwa 1,5–2 vollständigen Ladevorgängen. Die angegebene Kapazität reduziert sich in der Praxis um ca. 30–40 % durch Spannungsumwandlung und Effizienzverluste.
Ist eine 20.000-mAh-Powerbank im Flugzeug erlaubt?
Ja. Mit etwa 74 Wh liegt sie deutlich unter der 100-Wh-Grenze für Handgepäck. Wichtig: Powerbanks gehören immer ins Handgepäck, niemals ins aufgegebene Gepäck.
Bedeutet eine höhere mAh-Zahl schnelleres Laden?
Nein. Kapazität (mAh) und Ladegeschwindigkeit (Watt) sind zwei unterschiedliche Dinge. Eine 5.000-mAh-Powerbank mit 22,5 W Ausgangsleistung kann dein Smartphone schneller laden als eine 20.000-mAh-Powerbank mit nur 10 W.
Wie lange hält eine 20.000-mAh-Powerbank, bevor sie wieder aufgeladen werden muss?
Das hängt von der Nutzung ab. Wenn du täglich einmal ein Smartphone lädst, kann sie etwa 3–4 Tage durchhalten, bevor sie selbst wieder geladen werden muss.
Warum lädt meine Powerbank mein Smartphone nicht so oft wie beworben?
Die beworbene mAh-Zahl wird bei der internen Batteriespannung von 3,7 V gemessen. Bei der Umwandlung auf 5 V USB-Ausgang sowie durch Effizienzverluste stehen realistisch nur etwa 60–70 % der angegebenen Kapazität zur Verfügung.
Kann eine 20.000-mAh-Powerbank einen Laptop laden?
Manche ja – vorausgesetzt, sie unterstützt USB-C Power Delivery mit 45 W oder mehr. Prüfe die Leistungsanforderungen deines Laptops: Ultrabooks benötigen meist 45–65 W, größere Laptops entsprechend mehr.
Passe die Powerbank-Kapazität an deinen Alltag an
Die richtige Powerbank ist nicht unbedingt die größte, sondern die, die zu deinem Lebensstil passt. 5.000 mAh für Notfälle, 10.000 mAh für den Alltag, 20.000 mAh für Reisen und intensive Nutzung.
Achte nicht nur auf die mAh-Zahl. Berücksichtige auch das Gewicht, das du tragen möchtest, die Ausgangsleistung für schnelles Laden und ob du die Kapazität tatsächlich nutzt, bevor du wieder eine Steckdose erreichst. Das Powerbank Sortiment von UGREEN deckt alle drei Kapazitätsklassen ab und kombiniert klare Spezifikationen, effiziente Elektronik und hohe Ausgangsleistung für echtes Schnellladen.