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USB-A vs. USB-C: Was ist der Unterschied (und welchen solltest du verwenden)?

USB-A vs. USB-C: Was ist der Unterschied (und welchen solltest du verwenden)?

30/12/2025

Du starrst in eine Schublade voller Kabel und versuchst herauszufinden, welches eigentlich mit deinem neuen Smartphone funktioniert. Kommt dir bekannt vor? Der Wechsel von USB-A zu USB-C hat viele Menschen verwirrt – erfahre, welche Anschlüsse du wirklich brauchst und ob deine alten Kabel weiterhin funktionieren.

Hier ist die Wahrheit: Den Unterschied zwischen USB-A und USB-C zu verstehen ist nicht kompliziert, sobald du weißt, worauf du achten musst. Und nein, du musst nicht alles wegwerfen und komplett neu anfangen.

USB-A vs USB-C

Was ist der Unterschied zwischen USB-A und USB-C?

Der Hauptunterschied zwischen USB-A und USB-C liegt im Steckerdesign und in den Funktionen, die es ermöglicht.

USB-A ist der größere, traditionelle rechteckige Stecker, den du seit Jahrzehnten benutzt. Er ist hauptsächlich für einfaches Laden und Datenübertragung ausgelegt. Du kennst ihn – er passt nur in einer Richtung, und beim ersten Versuch liegt man fast immer falsch.

USB-C ist der kleinere, ovale, beidseitig einsteckbare Stecker moderner Geräte. Er unterstützt höhere Ladeleistungen, schnellere Datenübertragungsraten und zusätzliche Funktionen wie Videoausgabe.

Hier wird es für viele verwirrend: Der Buchstabe (A oder C) beschreibt die Form des Steckers, während die Zahl (2.0, 3.0, 3.2, USB4) den Geschwindigkeitsstandard angibt. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Ein USB-C-Anschluss kann mit langsamen USB-2.0-Geschwindigkeiten arbeiten. Ein USB-A-Anschluss kann hingegen schnelle USB-3.2-Geschwindigkeiten unterstützen. Der Steckertyp allein garantiert keine Geschwindigkeit – du musst immer beides überprüfen.

Merkmal USB-A USB-C
Form Rechteckig Oval
Beidseitig einsteckbar? Nein Ja
Maximale Datenrate 10 Gbit/s 80 Gbit/s (USB4 v2)
Maximale Ladeleistung ~18 W 240 W
Typische Geräte Ältere Laptops, Ladegeräte und Zubehör Moderne Smartphones, Laptops, Tablets

USB-A vs. USB-C: Was sind die Unterschiede bei den Datenübertragungsgeschwindigkeiten?

Sowohl USB-A als auch USB-C können mehrere Geschwindigkeitsstandards unterstützen. Der Unterschied ist, dass USB-C die heute höchsten verfügbaren Geschwindigkeiten ermöglicht, während USB-A früher an seine Grenzen stößt.

USB-A-Anschlüsse unterstützen typischerweise:

  • USB 2.0: 480 Mbit/s
  • USB 3.0 / 3.1 Gen 1: 5 Gbit/s
  • USB 3.1 Gen 2: 10 Gbit/s

USB-C-Anschlüsse können unterstützen:

  • USB 2.0: 480 Mbit/s (ja, manche günstigen Kabel sind tatsächlich so langsam)
  • USB 3.2 Gen 2: 10 Gbit/s
  • USB 3.2 Gen 2x2: 20 Gbit/s
  • USB4: bis zu 40 Gbit/s
  • USB4 Version 2.0: bis zu 80 Gbit/s

Was bedeutet das in der Praxis? Die Übertragung einer 10-GB-Videodatei dauert bei USB-2.0-Geschwindigkeit etwa 3 Minuten. Bei USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) dauert sie rund 10 Sekunden.

Der Haken: Deine Übertragung ist nur so schnell wie das langsamste Glied in der Kette. Ein USB4-Laufwerk an einem USB-2.0-Anschluss – oder mit einem billigen Kabel – schleicht mit 480 Mbit/s dahin, egal was das Laufwerk eigentlich leisten könnte.

Two phones charging side by side, each with a different USB port

Quelle: Unsplash

USB-A vs. USB-C: Was sind die Unterschiede bei den Ladegeschwindigkeiten?

Hier spielt USB-C seine Stärken wirklich aus.

USB-A-Laden:

  • Standard: 5 W (5 V / 1 A)
  • Quick-Charge-kompatibel: bis zu 18 W
  • Maximum mit BC 1.2: ~7,5 W

USB-C-Laden:

  • Standard-USB-C: bis zu 15 W (ohne USB Power Delivery, abhängig von Gerät und Kabel)
  • USB Power Delivery: bis zu 100 W (ausreichend für die meisten Laptops)
  • USB PD 3.1: bis zu 240 W

Was bedeutet das in der Praxis: Ein USB-A-auf-Lightning-Kabel lädt ein iPhone in 30 Minuten auf etwa 30 %. Ein USB-C-auf-USB-C-Kabel mit Power Delivery bringt dasselbe iPhone in derselben Zeit auf 50 % oder mehr.

Der eigentliche Wendepunkt ist USB Power Delivery. Es kann bis zu 20-mal mehr Leistung liefern als ein herkömmlicher USB-A-Anschluss. Deshalb lassen sich heute Laptops, Tablets und Smartphones mit demselben USB-C-Ladegerät laden. Versuche das einmal mit USB-A.

Kann man Adapter zwischen USB-A und USB-C verwenden?

Ja, aber mit wichtigen Einschränkungen.

USB-A-auf-USB-C-Kabel und Adapter:

  • Funktionieren für einfaches Laden und Datenübertragung
  • Geschwindigkeit ist auf die Leistungsfähigkeit des USB-A-Anschlusses begrenzt

Kein Zugriff auf USB-C-exklusive Funktionen (Power Delivery, Alt Mode, Videoausgabe)

Der entscheidende Punkt: Ein Adapter stellt nur eine physische Verbindung her, kann aber keine Funktionen freischalten, die der Anschluss selbst nicht unterstützt. Ein USB-C-Smartphone, das über einen Adapter an einen USB-A-Anschluss angeschlossen ist, lädt nicht schnell – es ist auf das begrenzt, was der USB-A-Port liefern kann.

Wenn du die vollen Vorteile von USB-C nutzen möchtest (schnelles Laden, hohe Datenraten, Videoausgabe), müssen beide Enden der Verbindung USB-C sein.

Warum stellt alles auf USB-C um?

Die kurze Antwort: Regulierung und Praktikabilität.

Das EU-Mandat: Seit dem 28. Dezember 2024 müssen alle Smartphones, Tablets, Kameras, Kopfhörer und die meisten tragbaren Elektronikgeräte, die in der EU verkauft werden, USB-C zum Laden verwenden. Laptops folgen im April 2026. Das hat sogar Apple dazu gebracht, mit dem iPhone 15 im Jahr 2023 von Lightning auf USB-C umzusteigen.

Vorteile des Umstiegs:

  • Ein Kabel für (fast) alles
  • Schnelleres Laden über verschiedene Geräte hinweg
  • Weniger Elektroschrott (geschätzt 11.000 Tonnen pro Jahr in der EU)
  • Beidseitig einsteckbarer Stecker (endlich)

Die EU schätzt, dass Verbraucher dadurch rund 250 Millionen Euro pro Jahr sparen, da gerätespezifische Ladegeräte entfallen. Ob du nun in der EU lebst oder nicht – die globale Lieferkette stellt um. USB-C wird zum universellen Standard.

Solltest du alle deine USB-A-Kabel und Ladegeräte ersetzen?

Nicht unbedingt. Hier eine praktische Einordnung.

Behalte USB-A, wenn du:

  • deine Geräte weiterhin USB-A-Anschlüsse nutzen
  • Geräte mit geringem Strombedarf lädst (Tastaturen, Mäuse, Earbuds)
  • maximale Kompatibilität mit älterer Hardware brauchst

Wechsle zu USB-C, wenn du:

  • neue Smartphones, Tablets oder Laptops kaufst
  • schneller laden möchtest
  • es leid bist, mehrere Kabeltypen mitzunehmen
  • ohnehin neue Ladegeräte oder powerbanks kaufst

Intelligente Übergangsstrategie: Kaufe Ladegeräte und Powerbanks mit zwei Anschlüssen – USB-A und USB-C. So überbrückst du die Übergangszeit und kannst schrittweise auf USB-C umsteigen, ohne deine vorhandenen Kabel über Nacht nutzlos zu machen.

Den Umstieg einfach machen

USB-C ist die Zukunft, aber der Übergang muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist zu verstehen, dass Steckertyp und Geschwindigkeitsstandard zwei unterschiedliche Dinge sind – und dass du Kabel und Ladegeräte wählen solltest, die zu den tatsächlichen Anforderungen deiner Geräte passen.

Für die meisten Menschen bieten Ladegeräte und Powerbanks mit zwei Anschlüssen – USB-A und USB-C – die beste Lösung. Du erhältst schnelles USB-C-Laden für neue Geräte und behältst gleichzeitig die Kompatibilität mit älterem Zubehör.

Das Sortiment von UGREEN an Dual-Port-Ladegeräten, USB-C-Kabeln und Adaptern ist genau für diesen Übergang entwickelt – und bietet dir Flexibilität, ohne dass du alles auf einmal ersetzen musst.

FAQ

Ist USB-C dasselbe wie USB 3.0?

Nein. USB-C ist ein Steckertyp (die physische Form), während USB 3.0 ein Geschwindigkeitsstandard ist.

Ein USB-C-Anschluss kann je nach Gerät Geschwindigkeiten von USB 2.0 bis hin zu USB4 unterstützen.

Kann ich USB-C in USB-A einstecken?

Nicht direkt – es sind unterschiedliche Formen.

Du brauchst einen Adapter oder ein Kabel mit USB-C auf der einen und USB-A auf der anderen Seite. Das funktioniert, ist aber auf die Geschwindigkeit und Leistung von USB-A begrenzt.

Ist USB-C schneller als USB-A?

USB-C kann deutlich schneller sein, aber das hängt von der USB-Version ab.

Ein USB-C-2.0-Anschluss arbeitet mit denselben 480 Mbit/s wie USB-A 2.0. Die höchsten Geschwindigkeiten (USB4 und Thunderbolt) sind ausschließlich über USB-C verfügbar.

Lädt USB-C mein Smartphone schneller?

In der Regel ja, sofern sowohl dein Ladegerät als auch dein Smartphone USB Power Delivery (PD) unterstützen.

USB-A liegt bei maximal etwa 18 W, während USB-C PD bis zu 100 W oder mehr liefern kann.

Muss ich neue Kabel für USB-C kaufen?

Nur, wenn deine Geräte USB-C-Anschlüsse haben.

Behalte deine USB-A-Kabel für ältere Geräte – sie werden noch jahrelang problemlos funktionieren.

Was bedeutet das EU-USB-C-Gesetz für mich?

Wenn du Elektronik in der EU kaufst (oder Produkte, die für diesen Markt entwickelt wurden), müssen neue Smartphones, Tablets und ähnliche Geräte nun USB-C verwenden.

Laptops folgen im April 2026. Diese Regelung ist bereits in Kraft.

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