USB-A vs. USB-C: Was ist der Unterschied (und welchen solltest du verwenden)?
Du starrst in eine Schublade voller Kabel und versuchst herauszufinden, welches eigentlich mit deinem neuen Smartphone funktioniert. Kommt dir bekannt vor? Der Wechsel von USB-A zu USB-C hat viele Menschen verwirrt – erfahre, welche Anschlüsse du wirklich brauchst und ob deine alten Kabel weiterhin funktionieren.
Hier ist die Wahrheit: Den Unterschied zwischen USB-A und USB-C zu verstehen ist nicht kompliziert, sobald du weißt, worauf du achten musst. Und nein, du musst nicht alles wegwerfen und komplett neu anfangen.

Was ist der Unterschied zwischen USB-A und USB-C?
Der Hauptunterschied zwischen USB-A und USB-C liegt im Steckerdesign und in den Funktionen, die es ermöglicht.
USB-A ist der größere, traditionelle rechteckige Stecker, den du seit Jahrzehnten benutzt. Er ist hauptsächlich für einfaches Laden und Datenübertragung ausgelegt. Du kennst ihn – er passt nur in einer Richtung, und beim ersten Versuch liegt man fast immer falsch.
USB-C ist der kleinere, ovale, beidseitig einsteckbare Stecker moderner Geräte. Er unterstützt höhere Ladeleistungen, schnellere Datenübertragungsraten und zusätzliche Funktionen wie Videoausgabe.
Hier wird es für viele verwirrend: Der Buchstabe (A oder C) beschreibt die Form des Steckers, während die Zahl (2.0, 3.0, 3.2, USB4) den Geschwindigkeitsstandard angibt. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Ein USB-C-Anschluss kann mit langsamen USB-2.0-Geschwindigkeiten arbeiten. Ein USB-A-Anschluss kann hingegen schnelle USB-3.2-Geschwindigkeiten unterstützen. Der Steckertyp allein garantiert keine Geschwindigkeit – du musst immer beides überprüfen.
| Merkmal | USB-A | USB-C |
|---|---|---|
| Form | Rechteckig | Oval |
| Beidseitig einsteckbar? | Nein | Ja |
| Maximale Datenrate | 10 Gbit/s | 80 Gbit/s (USB4 v2) |
| Maximale Ladeleistung | ~18 W | 240 W |
| Typische Geräte | Ältere Laptops, Ladegeräte und Zubehör | Moderne Smartphones, Laptops, Tablets |
USB-A vs. USB-C: Was sind die Unterschiede bei den Datenübertragungsgeschwindigkeiten?
Sowohl USB-A als auch USB-C können mehrere Geschwindigkeitsstandards unterstützen. Der Unterschied ist, dass USB-C die heute höchsten verfügbaren Geschwindigkeiten ermöglicht, während USB-A früher an seine Grenzen stößt.
USB-A-Anschlüsse unterstützen typischerweise:
- USB 2.0: 480 Mbit/s
- USB 3.0 / 3.1 Gen 1: 5 Gbit/s
- USB 3.1 Gen 2: 10 Gbit/s
USB-C-Anschlüsse können unterstützen:
- USB 2.0: 480 Mbit/s (ja, manche günstigen Kabel sind tatsächlich so langsam)
- USB 3.2 Gen 2: 10 Gbit/s
- USB 3.2 Gen 2x2: 20 Gbit/s
- USB4: bis zu 40 Gbit/s
- USB4 Version 2.0: bis zu 80 Gbit/s
Was bedeutet das in der Praxis? Die Übertragung einer 10-GB-Videodatei dauert bei USB-2.0-Geschwindigkeit etwa 3 Minuten. Bei USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) dauert sie rund 10 Sekunden.
Der Haken: Deine Übertragung ist nur so schnell wie das langsamste Glied in der Kette. Ein USB4-Laufwerk an einem USB-2.0-Anschluss – oder mit einem billigen Kabel – schleicht mit 480 Mbit/s dahin, egal was das Laufwerk eigentlich leisten könnte.

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USB-A vs. USB-C: Was sind die Unterschiede bei den Ladegeschwindigkeiten?
Hier spielt USB-C seine Stärken wirklich aus.
USB-A-Laden:
- Standard: 5 W (5 V / 1 A)
- Quick-Charge-kompatibel: bis zu 18 W
- Maximum mit BC 1.2: ~7,5 W
USB-C-Laden:
- Standard-USB-C: bis zu 15 W (ohne USB Power Delivery, abhängig von Gerät und Kabel)
- USB Power Delivery: bis zu 100 W (ausreichend für die meisten Laptops)
- USB PD 3.1: bis zu 240 W
Was bedeutet das in der Praxis: Ein USB-A-auf-Lightning-Kabel lädt ein iPhone in 30 Minuten auf etwa 30 %. Ein USB-C-auf-USB-C-Kabel mit Power Delivery bringt dasselbe iPhone in derselben Zeit auf 50 % oder mehr.
Der eigentliche Wendepunkt ist USB Power Delivery. Es kann bis zu 20-mal mehr Leistung liefern als ein herkömmlicher USB-A-Anschluss. Deshalb lassen sich heute Laptops, Tablets und Smartphones mit demselben USB-C-Ladegerät laden. Versuche das einmal mit USB-A.
Kann man Adapter zwischen USB-A und USB-C verwenden?
Ja, aber mit wichtigen Einschränkungen.
USB-A-auf-USB-C-Kabel und Adapter:
- Funktionieren für einfaches Laden und Datenübertragung
- Geschwindigkeit ist auf die Leistungsfähigkeit des USB-A-Anschlusses begrenzt
Kein Zugriff auf USB-C-exklusive Funktionen (Power Delivery, Alt Mode, Videoausgabe)
Der entscheidende Punkt: Ein Adapter stellt nur eine physische Verbindung her, kann aber keine Funktionen freischalten, die der Anschluss selbst nicht unterstützt. Ein USB-C-Smartphone, das über einen Adapter an einen USB-A-Anschluss angeschlossen ist, lädt nicht schnell – es ist auf das begrenzt, was der USB-A-Port liefern kann.
Wenn du die vollen Vorteile von USB-C nutzen möchtest (schnelles Laden, hohe Datenraten, Videoausgabe), müssen beide Enden der Verbindung USB-C sein.
Warum stellt alles auf USB-C um?
Die kurze Antwort: Regulierung und Praktikabilität.
Das EU-Mandat: Seit dem 28. Dezember 2024 müssen alle Smartphones, Tablets, Kameras, Kopfhörer und die meisten tragbaren Elektronikgeräte, die in der EU verkauft werden, USB-C zum Laden verwenden. Laptops folgen im April 2026. Das hat sogar Apple dazu gebracht, mit dem iPhone 15 im Jahr 2023 von Lightning auf USB-C umzusteigen.
Vorteile des Umstiegs:
- Ein Kabel für (fast) alles
- Schnelleres Laden über verschiedene Geräte hinweg
- Weniger Elektroschrott (geschätzt 11.000 Tonnen pro Jahr in der EU)
- Beidseitig einsteckbarer Stecker (endlich)
Die EU schätzt, dass Verbraucher dadurch rund 250 Millionen Euro pro Jahr sparen, da gerätespezifische Ladegeräte entfallen. Ob du nun in der EU lebst oder nicht – die globale Lieferkette stellt um. USB-C wird zum universellen Standard.
Solltest du alle deine USB-A-Kabel und Ladegeräte ersetzen?
Nicht unbedingt. Hier eine praktische Einordnung.
Behalte USB-A, wenn du:
- deine Geräte weiterhin USB-A-Anschlüsse nutzen
- Geräte mit geringem Strombedarf lädst (Tastaturen, Mäuse, Earbuds)
- maximale Kompatibilität mit älterer Hardware brauchst
Wechsle zu USB-C, wenn du:
- neue Smartphones, Tablets oder Laptops kaufst
- schneller laden möchtest
- es leid bist, mehrere Kabeltypen mitzunehmen
- ohnehin neue Ladegeräte oder powerbanks kaufst
Intelligente Übergangsstrategie: Kaufe Ladegeräte und Powerbanks mit zwei Anschlüssen – USB-A und USB-C. So überbrückst du die Übergangszeit und kannst schrittweise auf USB-C umsteigen, ohne deine vorhandenen Kabel über Nacht nutzlos zu machen.
Den Umstieg einfach machen
USB-C ist die Zukunft, aber der Übergang muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist zu verstehen, dass Steckertyp und Geschwindigkeitsstandard zwei unterschiedliche Dinge sind – und dass du Kabel und Ladegeräte wählen solltest, die zu den tatsächlichen Anforderungen deiner Geräte passen.
Für die meisten Menschen bieten Ladegeräte und Powerbanks mit zwei Anschlüssen – USB-A und USB-C – die beste Lösung. Du erhältst schnelles USB-C-Laden für neue Geräte und behältst gleichzeitig die Kompatibilität mit älterem Zubehör.
Das Sortiment von UGREEN an Dual-Port-Ladegeräten, USB-C-Kabeln und Adaptern ist genau für diesen Übergang entwickelt – und bietet dir Flexibilität, ohne dass du alles auf einmal ersetzen musst.
FAQ
Ist USB-C dasselbe wie USB 3.0?
Nein. USB-C ist ein Steckertyp (die physische Form), während USB 3.0 ein Geschwindigkeitsstandard ist.
Ein USB-C-Anschluss kann je nach Gerät Geschwindigkeiten von USB 2.0 bis hin zu USB4 unterstützen.
Kann ich USB-C in USB-A einstecken?
Nicht direkt – es sind unterschiedliche Formen.
Du brauchst einen Adapter oder ein Kabel mit USB-C auf der einen und USB-A auf der anderen Seite. Das funktioniert, ist aber auf die Geschwindigkeit und Leistung von USB-A begrenzt.
Ist USB-C schneller als USB-A?
USB-C kann deutlich schneller sein, aber das hängt von der USB-Version ab.
Ein USB-C-2.0-Anschluss arbeitet mit denselben 480 Mbit/s wie USB-A 2.0. Die höchsten Geschwindigkeiten (USB4 und Thunderbolt) sind ausschließlich über USB-C verfügbar.
Lädt USB-C mein Smartphone schneller?
In der Regel ja, sofern sowohl dein Ladegerät als auch dein Smartphone USB Power Delivery (PD) unterstützen.
USB-A liegt bei maximal etwa 18 W, während USB-C PD bis zu 100 W oder mehr liefern kann.
Muss ich neue Kabel für USB-C kaufen?
Nur, wenn deine Geräte USB-C-Anschlüsse haben.
Behalte deine USB-A-Kabel für ältere Geräte – sie werden noch jahrelang problemlos funktionieren.
Was bedeutet das EU-USB-C-Gesetz für mich?
Wenn du Elektronik in der EU kaufst (oder Produkte, die für diesen Markt entwickelt wurden), müssen neue Smartphones, Tablets und ähnliche Geräte nun USB-C verwenden.
Laptops folgen im April 2026. Diese Regelung ist bereits in Kraft.